Berend Lehmann

Das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur ist nach dem Hofjuden Berend Lehmann (1661 – 1730) benannt, einem der bedeutendsten Hofjuden seiner Zeit. Von Halberstadt aus war er für die Höfe von Preußen, Hannover, Braunschweig und vor allem August den Starken in Sachsen tätig.

Aus dieser starken Position heraus konnte Berend Lehmann viel zur Verbesserung der Situation der Juden in Halberstadt, aber auch in Polen leisten. Seine geschäftlichen Aktivitäten zogen weitere jüdische Unternehmer und Kaufleute an, und Lehmann schuf Möglichkeiten zur dauerhaften Niederlassung von armen Juden.

Ein besonders Anliegen war es Lehmann, das religiöse Leben der Jüdischen Gemeinschaft zu fördern. So finanzierte er ab 1696 den ersten Druck des Babylonischen Talmud in Deutschland. Um 1700 stiftete er in Halberstadt die Klaussynagoge als Lehrhaus. Die prächtige Barocksynagoge, die Berend Lehmann der Jüdischen Gemeinde finanzierte, wurde 1712 eingeweiht.

Die Aktivitäten Berend Lehmanns führten die Jüdische Gemeinde Halberstadt zur Blüte.