Max Hirsch

Max Hirsch

Max Hirsch, geb. 30. Dezember 1832, kam in Halberstadt als Sohn eines Handschuhmachers zur Welt. Sein Abitur legte er am Magdeburger Dom-Gymnasium ab. In den Jahren 1850-1855 studierte er Philosophie, Jura, Staatswissenschaften und Nationalökonomie in Tübingen, Heidelberg und Berlin. Nach Abschluss seiner Dissertation reiste er durch die Schweiz, Italien, Frankreich und Nordafrika. Ab 1865 engagierte er sich in liberalen Parteien und Organisationen. Zusammen mit Franz Duncker gründete er den Hirsch- Dunckerschen Gewerkverein mit dem regionalen Schwerpunkt auf Norddeutschland (mit Berlin) und Baden (Schwerpunkt Pforzheim). Zudem gehörte er ab 1871, zusammen mit Hermann Schulze-Delitzsch, Johannes Miquel, Rudolf Virchow, Werner (von) Siemens und Franz Duncker, zu den Mitbegründern der Gesellschaft zu Verbreitung der Volksbildung. 1869 zog er, durch Nachwahl, als Abgeordneter der Deutschen Fortschrittspartei in den Reichstag des Norddeutschen Bundes ein. Dort galt er als großer Kritiker der preußischen Militärpolitik und Militarisierung. Ab 1891 war Max Hirsch Schrift- und Geschäftsführer der deutschen Gruppe der Interparlamentarischen Friedenskonferenz. Am 26. Januar 1905 starb er auf der Durchreise in den Süden in Bad Homburg.